Der düsterste, unbegreifbarste seiner Romane - Willkommen im Labyrinth: hinein immer, hinaus nimmer
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Das Schloß (Gebundene Ausgabe) Franz Kafkas letzter Roman seiner "Trilogie der Einsamkeit" schickt den Leser in eine komplett abgeschlossene, völlig unverständige, düstere eigene Welt.
Wer die unüberschaubare Struktur des Gerichts und die paradox wirkenden Elemente des "Proceß" mochte, der wird "das Schloß" lieben!

Der Landvermesser K. (im letzten Teil seiner Trilogie, schenkt K(afka) der Hauptfigur nicht einmal mehr einen Vornamen) möchte in eine kleine Dorfgemeinschaft aufgenommen werden, in die man ihn vorher zum Ausführen wichtiger Arbeiten bestellt hatte.
Aber die Beamten auf dem Schloss mit ihrer unbegreiflichen und undurchdringlichen Hierarchie, die wie ein Labyrinth wirkt, dem man nicht entkommen kann, und die unsichtbaren Regeln dieser Autorität, der alle Dorfbewohner blind folgen, machen es K. unmöglich, eine würdige Stellung in der Gemeinschaft und einen Arbeitsplatz zu finden.
Trotz einiger Kontakte und einer gewissen (scheinbaren) Integration in das Dorf, bleibt es K. verwährt (teils auch durch eigenes Ungeschick) die Entscheidungsträger auf dem Schloss zu sehn, den Zutritt kann er nicht bekommen.

Die große Frage ist bei diesem Roman, ebenso wie bei allem was Franz Kafka geschrieben hat, wie man es zu verstehen hat, da dies eine Rezension und keine Interpretation ist, muss man diesen Punkt so interessant er auch ist, beiseite lassen, nur des Verständnisses wegen, seien hier einige Stichwörter gegeben.

-das Schloss als letzte göttliche Instanz (nach Brod)
-das Schloss als Beispiel eines totalitären Regimes(nach Adorno)
-das Schloss als beispielhafte Welt der Väter, in der der Sohn eindrigen, bzw. Annerkennung will (biographische Deutung)
-das Schloss und die unendliche Bürokratieals Gesselschaftskritik
-u.v.m.

Man sieht, man kann viel im "Schloß" sehen, einen Interpratationsansatz für jeden.
Das macht diesen Roman auch so interessant, der einfache schnelle Leser kann auch wenn er eigentlich nichts versteht (den die Welt die Kafka uns hier vorlegt, ist schwer bis unverständlich) gewisse Schlussfolgerungen ziehen, und der kritische, genaue Leser, noch viel mehr.

Von seinen drei großen Romanen, ist dieser der Finsterste und Unbegreiflichste, weil der Protagonist K. eine ganze Welt gegen sich hat, und darin keinen Bezugspunkt zur Wirklichkeit die er (und der Leser) kennt finden kann.
Darin liegt der besondere Reiz dieses letzten Romans von Kafka, gegenüber seinen beiden anderen, die totale Unbegreifbarkeit der Welt.

Das "das Schloß" besser oder schlechter ist als "Amerika" und "der Proceß" kann man nicht sagen, diese drei Romane spielen alle auf dem selben "Level" , das was "das Schloß" auszeichnet ist diese besondere Finsterniss und Unbegrefibarkeit.
Daran kann ein Leser seine wahre Freude haben und verstört aber interessiert in diese Welt abtauchen, ein anderer wird dies als Schwachsinn hinstellen und keine Freude daran haben.

Zur Ausgabe:
Die Ausgabe vom Vitalis Verlag, bietet ein wunderschönes Cover und einige (auch recht schöne) Bilder, zu einem guten Preis.
Wer diese Buch nicht nur nach dem Inhalt sondern auch nach dem Umschlag bewerten will (sprich eine schöne Ausgabe möchte), der sollte hier zuschlagen.





Eine Rezension von Ein Kunde
vom 13. November 2009
Kundenrezensionen:
3. Wie hätte es wohl geendet..........
2. trotz gekürzter Fassung erstaunlich gute Umsetzung
1. Der düsterste, unbegreifbarste seiner Romane - Willkommen im Labyrinth: hinein immer, hinaus nimmer (die aktuell angezeigte Rezension)
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